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Semester 4 / Week 11

Diese letzte Woche war eine dieser magischen Wochen auf die man am Sonntag zurück schaut und feststellt, dass sich etwas verändert hat, dass man, ohne es zu merken zu einem anderen, neuen Menschen geworden ist. Etwas geschieht und wie als habe sich ein Filter über alles gelegt scheinen sich die Farben in denen man lebt verändert zu haben. Diese Verwandlung wurde einmal mehr ausgelöst von der Frau die mein Leben in den letzten Monaten schon so einige Male auf den Kopf gestellt hatte: Isabel Leonard! Zum Beginn der letzten Woche hatte ich ihr ja bereits wie vereinbart eine Email geschickt, auf die sie allerdings nicht geantwortet hatte. Am Montag fasste ich mir also ein Herz und kontaktierte sie erneut. Zu meiner großen Freude kam ihre Antwort dieses mal punktwendend; sie sei jetzt für zwei Wochen in New York, habe allerdings keinen Babysitter für ihren Sohn und sei deshalb ein wenig unter Druck, würde sich aber freuen mit mir arbeiten zu können! Jetzt ist das im Leben manchmal so, dass man vor der Frage steht: gehe ich jetzt ein Risiko ein dieses Gute, Schöne da vor mir liegt zu vermasseln in dem ich einen mutigen Schritt wage der eventuell zu weit geht oder trete ich einen Schritt zurück und schau was das Universum draus macht!? Ich persönlich habe mich so mit diesen kopfschmerzbereitenden Fragen arrangiert: ich glaube daran, dass das was geschehen muss auch geschehen wird! Das Leben schenkt uns Momente weil wir sie brauchen um zu wachsen, zu lernen und uns zu entwickeln! Aber sobald das Leben uns diese Momente unter die Nase gehalten hat ist es unser Bier was wir daraus machen! Wenn ich mich zuhause ins Bett lege und darauf warte dass das große Abenteuer zur Tür reingelaufen kommt dann kann ich genauso gut gleich die Kerze ausblasen, denn das kann ja nichts werden. Da muss ich mich mich schon aus den Kissen schälen und mich da draußen in den Sturm stellen, damit der Wind mich dann auch in die richtige Richtung lenken kann. So. There's that. Das war jetzt eventuell ein etwas dramatischer Moment diesen kleinen philosophischen Exkurs einzuschieben aber um auf den Punkt zu kommen: ich entschloss mich dazu mich aus dem Fenster zu lehnen, etwas was die Marfa von vor einem Jahr noch nicht getan hätte: ich erklärte Isabel ich habe ein Zertifikat vom Roten Kreuz und habe schon viel Babysitting-Erfahrung, ich habe außerdem fast zwei Jahre in einem Kindergarten gearbeitet - kurz um ich habe einiges an Erfahrung und wenn sie jemals einen Babysitter brauche, stehe ich zur Verfügung! Was soll ich sagen, ich hatte mich in den Sturm geworfen und der Wind hatte mich an einen Ort katapultiert der sich nach Erfolg anfühlte. Nicht nur freute Isabel sich über das Angebot, sie ihrerseits hatte auch eins zu machen: ich babysitte für sie und als Gegenleistung zahle ich nichts für den Unterricht mit ihr! Deal! Sowas von Deal! So verblieben wir also erstmal und ich war Super motiviert und glücklich über diese Entwicklung mit Isabel und machte mich mit guter Laune auf zu den Auditions für unser Showcase! Der Prozess dauerte die ganze Woche und war ziemlich ermüdend. Viel rumsitzen, neue Szenen lesen, warten, lesen, warten, warten, warten. Umso glücklicher war ich als wir am Mittwoch früher aus der Probe entlassen wurden - so konnte ich noch die zweite Hälfte des Freescreenings von Mozarts "Cosi Fan tutte" erleben, staring ---ja wen wohl --- Isabel Leonard. Sie performen zu sehen war das eine, aber die Tatsache dass ich einfach mein Handy in die Hand nehmen und ihr eine Email schicken konnte eine ganz andere! Ich bedankte mich bei ihr für die tolle Performance und als Antwort darauf schickte sie mir endlich Daten für Unterricht und Babysitting für die kommende Woche! Es ging alles so schnell und da sass ich nun vor der MET, noch ganz vom Glück durchströmt dank Mozart und hatte endlich die Gewissheit, dass dieser Traum, eine Gesangstunde mit Isabel Leonard, meinem Idol nun Realität werden würde. Nur in NYC. Nur in NYC, dieser verrückten, wilden Stadt, werden Träume wie diese wahr! Der Rest der Woche verlief relativ ruhig, Arbeit, weiter auditions fürs showcase und Aufregung was die Stunde mit Isabel anging! Am Freitag erfuhren wir das casting: ich werde in zwei Szenen zu sehen sein. Eine lustige Szene aus "Hunting and gathering", zwei Frauen in der Bar und eine kleine "ernste" Rolle in "All this intimacy", einer großen Gruppenszene. Um das zu feiern zog es mich - natürlich - ins Kino wo wir "The gift", den Psychothriller genossen. De leutete dann auch unser dreitägiges Wochenende ein, da am Montag schulfrei war Dank Labor Day! Am Samstag hatte ich eine Audition für "Twelfth night" für die Rolle der Viola, eine sehr vielversprechende Produktion mit Gesang, die mich wahnsinnig interessieren würde und da ich dann ohnehin schon Downtown war genoss ich die Stadt ein wenig, holte mir etwas zu essen, genoss die Straßen, die Menschen, das Wetter, mein Leben --- um mich dann vor der Oper hinzusetzen mit einem guten Buch und auf das Screening von "La Traviata" zu warten. Auch meinen Sonntag verbrachte ich am Lincoln Center, ganz in Erwartung von der Ausstrahlung von Don Giovanni, der Kronjuwelen der Opernwelt! Außerdem besichtigten wir ein Apartment, in das ich mich total verliebte und über das ich euch auf dem laufenden halten werde! Es war eine Woche, die sehr zukunftweisend war! Der Funke meiner Liebe zu Oper wurde erneut entfacht, zum einen durch die wunderbaren screenings und zum anderen durch die anstehenden Gesangstunde mit Isabel. Was das Leben hier in New York angeht wurden weitere Schritte genommen mit dem Besichtigen der Apartments! Ich hatte das Vergnügen wunderbare Menschen bei diesen screenings kennen zu lernen mit denen ich in Kontakt bleiben werde. Ich würde in zwei Szenen für mein showcase gecastet - eine große Ehre! Es war eine gute Woche und ich kann es kaum erwarten, die nächste Woche zu erleben und zu fühlen wie es doch anfühlt wenn das Leben einen auf der Welle mal nach oben trägt!
9.9.15 18:50
 
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