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Semester 4 / Week 3

Diese Woche ging es so richtig los, was mein showcase angeht. Wir "zogen ins Theater" um von nun an auf der Bühne zu proben. Es war schon ziemlich krass zu sehen wie aus den einzelnen Solos nun eine ganze Show geschaffen wurde. Wie ja bereits im letzten Blog beschrieben ist unsere Gruppennummer "On My Way" aus Violet ist, und das in der Originalproduktion in einem Bus spielt, beschloss unser Direktor uns alle in einen Bus zu setzen. Jetzt begannen aber langsam auch die Übergänge zu wachsen und langsam und sicher entstand ein großes Bild, ein Mosaik das den Blick auf die ganze Show freigab. Ansonsten ist die Arbeit am showcase sehr angenehm, wir kommen im Schnitt gegen 10 nach Hause und haben auch sonst nicht viel zu tun. Meine Zimmerkollegin, die im Moment ihren Unterrichtsblock hat, kommt jeden Abend um Mitternacht absolut am Ende ihrer Kräfte nach Hause und beklagt sich über die Menge an Arbeit die sie zu erledigen hat. Zwar hat sie das unglaubliche Glück Caissie Levy als Lehrerin zu haben, eine Broadwaylegende die gerade ihren Job als Fantine in Les Miz beendet hat und nun zum ersten mal an der AMDA unterrichtet und das auch nur für ein Semester! Ich kann es zwar kaum erwarten, dass ich sie ab Woche 6 auch haben werde, auch wenn das heißt dass das showcase dann zu Ende ist. Aber zurück zu meiner Freundin. Sie ist ziemlich am Anschlag und kurz davor, AMDA und das ganze performing Arts Zeug hinzuschmeißen. Es ist nicht ganz einfach sie zu unterstützen weil man sehr schlecht an sie heran kommt und ihr schon gar nicht zeigen darf dass man sie gerade aufmuntert. Mit Worten geht das schon mal gar nicht. Da muss man erfinderisch werden. So wie ihr Pepsi einkaufen (sie lebt quasi von Pepsi) oder mit ihr die "Abs und Squats Challenge" machen, oder einfach über einen Film reden oder sie ins Kino einladen (diese Woche war es der Film "Spy"). Das kann ab und zu ganz anstrengend sein, aber sie ist die beste Freundin die ich hier habe und sie ist auf ihre Art genauso gut darin sich um mich zu kümmern wie ich mich um sie kümmere. Auch wenn ich weiß dass sie in einigen Monaten zu ihrem Freund wird und mich dann wahrscheinlich ganz schnell vergessen wird, im Moment bin ich absolut froh sie zu haben und genieße die Zeit die ich noch habe! Denn auch wenn sie nicht der Typ Mensch ist der sich mit mir hinsetzt um über meine Probleme zu sprechen so hat sie doch ihre ganz eigene Methode um klarzustellen dass es mir gut geht. Hier ein Beispiel: am Mittwoch hatte ich ein ganz interessantes Zusammentreffen mit einem kleinen Mädchen und seiner Mama. Ich saß am Lincoln Center und genoss mein Mittagessen als ein kleines Mädchen mir gegenüber auf mich zeigte und sagte: "warum isst das Mädchen da drüben was, sie ist doch dick, sollte sie nicht auf einer Diät sein?". Ich reagierte mit einer Technik die ich in den Jahren des Mobbings bis zur Perfektion ausgearbeitet hatte: ich senkte den Kopf noch ein wenig mehr um kein Aufsehen zu erregen und tat so als hätte ich nichts gehört. Was das kleine Mädchen da sagte ist traurig. Es ist traurig weil es zeigt, was aus dieser Welt geworden ist. Es ist schade dass wir in einer Welt leben wo kleine Kinder bereits von "dick" wissen und sich darüber Gedanken machen. Was ihre Mutter aber darauf hin sagte war noch eine Spur trauriger, weil es um so deutlicher machte, warum unsre Welt so kaputt ist: "ach weißt du, manche Menschen stört es nicht "so auszusehen"!"... Well guess what! Es stört mich tatsächlich nicht mehr! Dank meiner Therapie komme ich immer mehr mit mir und meinem Körper ins reine. Dazu aber in einem Moment mehr! Erstmal zurück zu meiner Zimmerkollegin/besten Freundin hier an der AMDA: natürlich war ich bedrückt! Natürlich hat es mich Super traurig gemacht und verletzt und natürlich wollte ich zuerst tun, was ich mir ebenfalls in meinen Mobbingjahren antrainiert hatte; mich verstecken! Auch abends war ich immer noch etwas bedrückt. Ich erzählte es dann eben meiner Freundin und sie sagte nicht viel dazu außer dass das ja schon eine ziemlich doofe Mutter gewesen war. Als ich dann allerdings eingeschlafen war (was immer vor ihr ist weil sie meistens erst so gegen 3 ins Bett geht) warf sie den (oder ist es das?) Minion auf mein Bett. Das ist schon was ganz besonderes müsst ihr wissen! Wir haben einen Plüschminion in unserem Zimmer und immer der der den schlechteren Tag hatte, darf dem Minion mit ins Bett nehmen. Die Geste mir den/das Minion anzuschmeißen scheint von außen gesehen vielleicht nicht eine großartige Sache sein, die Geste allerdings wärmt mir das Herz. Ja, das ist so ziemlich der Inbegriff unserer Freundschaft. Und alles wegen einem Plüschminion. Wie vorher erwähnt läuft die Therapie so gut, dass mich die Sache nicht so sehr mitgemommen hat, wie es das vor einer weile noch getan hätte. Ich wiege mehr als je zuvor und fange endlich an zu heilen. Wer hätte das gedacht?! Diese Woche bekam ich das erste mal nadeln in den Bauch gesetzt was Super intensiv aber auch unglaublich effektiv war. Ich hatte das Gefühl dass es unheimlich viel lösen konnte. Ich bekomme ja jetzt auch homöopathische Tabletten zum unterstützen der Therapie und ich fühle mich glänzend! Es ist einfach Super zu fühlen wie es langsam in mir zur Ruhe kommt. Ich bin auf dem richtigen Weg! Ansonsten gibt es diese Woche nicht viel zu berichten. Ich konnte eine ganze Menge an Stunden arbeiten und auch Samstag und Sonntag waren ziemlich voll, Samstag hatten wir orientation für den job und ich hatte abends noch eine Schicht und Sonntag hatten wir den ganzen Tag proben. Am Sonntag Abend stand die komplette Show schließlich auf den Beinen was unglaublich cool war. Nun fehlten noch Beleuchtung und Kostüme und es konnte losgehen! Sie Aufregung stieg und vor allem auch die Freude weil ich diese Woche das Vergnügen hatten einen Flug für meinen Papa zu buchen um es ihm zu ermöglichen bei meinem showcase dabei zu sein. Nun war es so, dass die Flüge alle Super teuer waren und der einzige Flug der im Budget lag ein Flug war wo der Hinflug 27 Stunden (mit einem 15 Stunden layover in Moskau) und der Rücklauf 16 Stunden (auch über Moskau) war. Meine Familie war schon immer etwas anders, manche nennen es wohl verrückt, aber mein Dad willigte schliesslich ein diese Strapazen auf sich zu nehmen um mich performen sehen zu können. Ich kann es manchmal nicht ganz fassen wie toll meine ganze Familie ist (inklusive Onkels und Tanten und Omas) und jedes mal bin ich wieder Super dankbar! Neben meiner lieben Freundin hier (achja, sie heißt übrigens Tori) habe ich auch zuhause in Deutschland so viele Menschen die mich lieben!
27.7.15 04:25
 
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